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25.07.2017
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Mark Schleinkofer

28.09.2003

Städtedreieckslauf
Landkreislauf Schwandorf
Radsportabteilung TVBurglengenfeld

 

 

 

 

Teublitzer Lauftrefffreunde erobern die Elbestadt Dresden beim Citymarathon, erleben das „Blaue Wunder“ und erklimmen die „Bastei“-Festung auf einer Wanderung im Elbsandsteingebirge auf ihrer Busreise vom 20. bis 24.10.2017

Nach der Lauftreffreisen-Ära (2010-2016) von Willi Köppl, dem wir an dieser Stelle nochmals ganz herzlich danken für sein großes Engagement als Organisator unvergesslicher Reisen, war die Reise an die Elbe für die neue Organisationschefin Ulrike Renner der erste Härtetest. Ihr zur Seite steht ja die bewährte und routinierte Reiseleiterin Sabine Eichinger. Um es schon vorweg zu nehmen: das Duo meisterte seine Aufgaben mit höchstem Lob und sorgte für einen tadellosen und reibungslosen Ablauf einer bemerkenswerten Reise. Nachdem der Chronist aus Würzburg per Deutsche Bahn direkt nach Dresden reiste, konnte er die An- und Rückreise im Bus nicht persönlich miterleben. Deshalb erhielt er Unterstützung von Manfred Islinger und Oliver Schwarz, für die er sich herzlich bedankt.

Am Freitag, 20.10. pünktlich um 7:00 Uhr traf der moderne Reisebus des Busunternehmers Oliver Ehrenreich am Friedhofsparkplatz in Teublitz ein, wieder ein kostengünstiger Glücksgriff bei der Busauswahl. Die 22 köpfige Reisegruppe war komplett und stieg dort ein. Nach zweistündiger, zügiger Fahrt Richtung Norden wurde eine erste kurze Pause eingelegt, um die Würstchen zu erwärmen. Um 9:45 Uhr folgte dann das traditionelle Weißwurstfrühstück mit Wiener- und Weißwürsten, Kirschplunder sowie Kaffee und sogar Sekt auf einem Autobahnrastplatz. Nach flotter und staufreier Fahrt erreichte die Oberpfälzer Reisegesellschaft den Marktplatz von Freiberg um 11:41 Uhr.

In dieser Bergbaustadt bestand die Möglichkeit Deutschlands größte Mineralienausstellung, das Silberbergwerk und den Dom auf eigene Faust zu besichtigen.
Während der Chronist bereits um 13:40 Uhr im Drei-Sterne-Hotel „Leonardo“ Dresden Altstadt in der Magdeburger Straße eincheckte, befanden sich die Busreisenden noch in Freiberg. Per WhatsApp funkte Oliver Schwarz um 14:04 nach Dresden an Charly Münzel: „Wir fahren gleich weiter“. Zum Zeitpunkt des Eintreffens des Reisebusses am Hotel gegen 15:30 Uhr hatte der Chronist bereits den Altstadtkern erkundet und erste Eindrücke von dieser wunderschönen Metropole bekommen. Vor dem II. Weltkrieg lebten 630.000 Menschen hier an der Elbe. Aktuell bewohnen 545.000 die Stadt. Nach der Wende vor mehr als 25 Jahren verließen viele Dresdener ihre Heimat um ihr Glück im Westen zu suchen. Da wohnten nur noch 470.000 Menschen hier.
Im Mittelalter war Dresden mit nur 20.000 Einwohnern relativ klein und unbedeutend. Im Vergleich dazu hatte Paris schon die stattliche Zahl von 500.000 überschritten. Besonders August der Starke, als Friedrich August der I (1670-1733) Kurfürst von Sachsen und wenig später auch König von Polen hinterließ überall in Dresden seine „Duftmarken“. Ab 1694 lenkte er die Geschicke Sachsens und ab diesem Zeitpunkt gewann Dresden immer mehr an Bedeutung. Wegen seiner Prunksucht und seiner Leidenschaft für Kunstsammlungen entstanden die prächtigsten Bauwerke und sehenswerte Museen.
Immer wieder wurde Dresden von Kriegen heimgesucht und dabei teilweise zerstört. Die größte Katastrophe aber gab es am 13. und 14. Februar 1945, als bei Luftangriffen der Alliierten 15 Quadratkilometer der Stadt zerstört wurden und rund 25.000 Bewohner im Bombenhagel starben. Ähnlich wie in Würzburg wurden 85% der Stadt dem Erdboden gleichgemacht. Am 7. und 8. Mai übernahm die Rote Armee das Kommando und die sowjetische Militärverwaltung begann.
Der Wiederaufbau Dresdens insbesondere nach der Wende bzw. dem Ende der DDR-Diktatur ist großartig gelungen und der alte Glanz aus früheren Zeiten wurde wiederhergestellt. Über die Schönheit dieser Metropole kommen wir im Laufe dieses Berichts noch mehrmals zu sprechen.
Nach dem Check-in im „Leonardo“, das sehr zentral und nahe an der Altstadt gelegen ist, holten die Läufer-innen ihre Startnummern im Congress Center Dresden ab, das nur wenige Minuten zu Fuß vom Hotel entfernt an der Elbe liegt. Auch ein Blick in die Sportartikel-Messe auf dem Weg zur Startnummern-Ausgabe lohnte sich.
Bevor wir uns zur Nachtwächterführung durch das Barockviertel am späten Abend trafen, nutzten die meisten unserer Gruppe die verbliebene Zeit zu einer ersten, kleinen Erkundung und zum Testen der sächsischen Küche beim Abendessen.
Unser gemeinsamer Treffpunkt war mit leichter Verspätung um 20:37 Uhr das vergoldete Reiterstandbild von August dem Starken in der Neustadt im Dresdner Norden. Genauer gesagt befindet sich dieses einzigartige Monument auf der gegenüberliegenden Elbseite von der Altstadt aus gesehen am Beginn der Hauptstraße, das man direkt nach Überquerung der Augustusbrücke nicht übersehen kann. Dieses Reiterstandbild zeigt den Kurfürsten und polnischen König als römischen Caesar im Schuppenpanzer ganz aus Blattgold und schmückt den Neustädter Markt seit 1736.

Der Nachtwächter erwartete in der Original-Berufskleidung mit Hellebarde und Laterne seine Oberpfälzer   Gäste und nannte sich nur kurz und knapp „Balthasar“. Er hob gleich die Bedeutung des Nachtwächters im Mittelalter hervor, denn als Ordnungshüter hatte dieser vielfältige Aufgaben: er sorgte überwiegend für die Sicherheit, musste gelegentlich aber auch auf Verbrecherjagd gehen. Damals gab es ja noch keine Straßenbeleuchtung. Die einzige Lichtquelle nachts war die Laterne. Zum Einstieg in seine Führung durch das Barockviertel schmetterte er das bekannte Nachtwächterlied: „Höret Leute, lasst euch sagen…“ August der Starke bekam gleich „sein Fett“ weg. Um ihn ranken sich viele Frauengeschichten, denn er galt ja als potenzstarker Weiberheld. Er hatte nicht – wie angedichtet – 365 Kinder, sondern nur neun eigene anerkannte.

Der 300 Jahre alte Stadtteil Neustadt, in dem wir uns gerade befanden, hieß früher Altendresden. Diese Neustadt ist jetzt die eigentliche Altstadt. „Das klingt irgendwie verwirrend“, meinte Balthasar treffend. „Die Gebäude in diesem Viertel wurden restauriert und enthalten noch die alte Bausubstanz. Der eigentliche Touristenmagnet, die barocke Altstadt auf der gegenüberliegenden Seite der Elbe, war ja fast völlig zerstört und wurde neu aufgebaut“, begründete unser Nachtwächter seine Aussage. Den ersten Halt machten wir vor einem mittelalterlichen Mönchsrelief unweit der Reiterstatue. Hier stand einst ein großes Kloster. „Warum die Mönche in der Fastenzeit Bier trinken durften, dieses Geheimnis lüftete Balthasar süffisant. Dann führte er uns zum sogenannten Jägerhof, in dem sich jetzt das Museum für Sächsische Volkskunst befindet. Hier erfuhren wir Wissenswertes über die Jagdgewohnheiten der Adeligen. Neben dem Jägerhof deutete Balthasar auf eine große leerstehende Fläche. Hier in der Inneren Neustadt stand früher das Gebäude des einst größten und elegantesten Circus Sarrasani. Der Gründer des Zirkus Hans Stosch arbeitete Ende des 18. Jahrhunderts zunächst als Dressur-Clown bei einem Wanderzirkus, wo er unter dem Künstlernamen „Giovanni Sarrasani“ auftrat. 1901 baute er in Radebeul dann ein eigenes Zirkusunternehmen auf und nannte es „Circus Sarrasani“. Von Radebeul aus ging der Zirkus als Wanderzirkus auf Reisen. Sehr häufig gab er Gastspiele auf dem freien Platz neben dem Jägerhof in Dresden, wo wir gerade standen. Stosch-Sarrasani wollte in Dresden einen stationären Zirkus errichten und kämpfte um das Gelände in Dresden Neustadt. Im Mai 1910 verkaufte die Stadt Dresden einen großen Baublock preisgünstig an Hans Stosch. Am 22.12.1912 erfolgte Einweihung des ersten festen Zirkusbaus Europas an dieser Stelle in Anwesenheit der königlichen Familie. Er war damals eine Sensation mit einer Kapazität von fast 4000 Zuschauerplätzen. Im II. Weltkrieg ging die Erfolgsgeschichte dieses renommierten Familienunternehmens für immer zu Ende.

Auch eine weitere große Persönlichkeit kam aus Radebeul, der deutsche Schriftsteller Karl Friedrich May (1842-1912). Seine Erzählungen um den Indianer Winnetou machten ihn berühmt. Viele seiner Bände wurden verfilmt oder in Bad Segeberg bei den Karl-May-Festspielen aufgeführt. Er zählt zu den meistgelesenen Schriftstellern Deutschlands mit einer Auflage seiner Werke von weltweit geschätzten 200 Millionen. Es gab aber auch Schattenseiten des begnadeten Schriftstellers Karl May, weil er immer wieder als Kleinkrimineller (Betrügereien und Diebstähle) mit dem Gesetz in Konflikt geriet und mehrfach Haftstrafen (sogar im Zuchthaus) abbüßen musste.

Nach diesem Abschweifen von der eigentlichen Führung erzählte Balthasar, dass in Altendresden damals vor allem Handwerker, Treiber für die Jagd und Gehilfen aller Art (in der Neuzeit: Serviceleute) lebten. Wegen einer riesigen Feuersbrunft, die dieses Stadtviertel 1685 heimsuchte, durften keine Holztreppen mehr gebaut werden. August der Starke bekam danach endlich seine lange und breite Hauptstraße, den „Boulevard“.
Inmitten dieser Hauptstraße befinden sich zahlreiche Läden vom Schmuck über Kleider bis hin zur Keramik und Antiquitäten. Einige Geschäfte verfügen sogar über frei zugängliche Schauwerkstätten für das Kunsthandwerk.
Neben den Einkaufspassagen zeigte uns Balthasar das 300 Jahre alte „Sozietaetstheater“ in einem Barockgebäude. „Es zählt zu den besten Theatern der Stadt“, betonte unser Nachwächter. Mitten im Barockviertel befinden sich ein Kräutergarten und direkt daneben ein 300 Jahre altes, schmuckes Gasthaus. Zum Würzen und Zubereiten von Speisen bedienten sich die Köche hier aus diesem reichhaltigen Kräuterangebot.
Den nächsten Halt machten wir vor der Dreikönigskirche. Sie wurde 1421 erstmals urkundlich erwähnt. Diese wuchtige evangelische Pfarrkirche ist das dominierende Bauwerk der Dresdener Neustadt. Nach dem großen Stadtbrand 1685 wurde sie wieder aufgebaut. „Es klingt wie blanker Hohn oder wie ein Schildbürgerstreich: Tatsache aber ist, dass August der Starke sie gleich wieder abreißen ließ. Sie passte nicht in die barocke Anlage der Hauptstraße“, schüttelte unser Nachtwächter verständnislos den Kopf.
Aber schon 1739 wurde sie am heutigen Standort erneut aufgebaut nach Plänen der berühmten Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann (Zwinger) und George Bähr (Frauenkirche).
Die Königstraße im Barockviertel verläuft schnurgerade vom Albertplatz bis zum Japanischen Palais, wo sie endet. Die 340m lange und 30 m breite Prachtstraße beherbergt edle Bauten, schöne Innenhöfe und teure, elegante Läden.
Plötzlich blieb Balthasar stehen und zeigte uns zwei Bauwerke mit stilistischen Ausreißern: ein Bauernhaus und ein „Ristorante“.
Dann hielt unser Nachtwächter an einem Haus, auf dem ein Relief mit einem „komischen Vogel“ zu sehen war. Es war ein Vogelstrauß mit einem Hufeisen im Schnabel. Dieses Haus gehörte nämlich dem Hofhufschmied. „August der Starke erlernte den Beruf des Hufschmieds“, ergänzte Balthasar hierzu.
Schließlich erreichten wir das Japanische Palais, das im II. Weltkrieg stark zerstörte wurde. Jetzt befinden sich zwei Museen in diesem außergewöhnlichen Bauwerk.
Am Ende der Führung zeigte uns Balthasar die Stelle für den sogenannten „Canaletto-Blick“ unterhalb des „Hotel Bellevue“, was ja Schönblick heißt. Von hier aus hat man einen fantastischen Blick auf die beleuchtete Altstadt mit dem Ensemble Brühlsche Terrasse, Frauenkirche, Hofkirche und Semperoper. Nach dem italienischen Maler Bernardo Bellotto (1722-1780), genannt Canaletto, wurde dieser weltberühmte Blick benannt. Aus diesem Blickwinkel entstand ein Gemälde von ihm, das in der Galerie „Alte Meister“ bestaunt werden kann. An dieser Stelle um 22:10 Uhr verabschiedete sich Nachtwächter Balthasar nochmals mit einem Nachtwächterlied und machte danach Werbung in eigener Sache. Denn er tritt als Schauspieler in einem Märchen in der ehemaligen Orientalischen Tabak- und Zigarettenfabrik Yenidze auf. Der Bau mit Kuppel und nachempfundenem Minarett steht direkt neben unserem Hotel.
Für seine interessanten und kurzweiligen Ausführungen bedankten wir uns und machten uns nach diesem anstrengenden Tag auf den Weg zurück zum Hotel, das wir um 22:45 Uhr erreichten.

Nur wenig Ruhezeit blieb den Oberpfälzern am Samstag, 21.10., denn unmittelbar nach dem Frühstück stand schon die nächste Führung auf dem Programm. Schwerpunkt war diesmal das Altstadtzentrum zu Fuß und im Anschluss daran die Fortsetzung mit unserem Reisebus zu den Dresdner Außenbezirken.
Exakt um 10:00 Uhr traf unser Stadtführer in der Hotellobby ein. Der groß gewachsene, bärtige Guide mit seinen listigen Augen hinter einer Brille stellte sich als Christian Adam vor und begrüßte unsere Gruppe freundlich. Er marschierte gleich vornweg hinaus aus dem Hotel schnurstracks auf die Friedrichstraße. An der Gaststätte „Zum Schießhaus“ hielt er dann an. „Hier stand so gut wie nichts mehr“, meinte Herr Adam damit die Lage nach dem Bombenangriff 1945. Das Schankhaus ist im typischen altdresdner Stil errichtet: zweigeschossig mit schräger Gaube. Der Innenstadtbereich hier wurde nach der Wende richtig attraktiv und die Friedrichstraße dadurch wiederbelebt. Auf dem Weg zum Zwinger erläuterte er, dass die Meißener Albrechtsburg, ein architektonisches Meisterwerk nach französischem Vorbild errichtet, im 16. Jahrhundert Platz für zwei Hofstaate bot und daher Dresden an Bedeutung weit übertraf. Nach Erweiterung der Altstadtfläche, hierzu zeigte unser Stadtführer ein Schaubild, wurde die Albrechtsburg fallen gelassen und Dresden stieg zur Residenzstadt auf. Inzwischen standen wir am mit der polnischen Königskrone gekrönten Portalgebäude, das in das Innere des Zwingers führt. Dresdens bekanntestes Barockbauwerk ist auch das unverkennbare Wahrzeichen der Elbmetropole.
August der Starke erteilte den Auftrag dieses einzigartigen Monuments zu Beginn des 18. Jahrhunderts. „Zwinger nannte man die Höfe in der Bastion“, erklärte und Herr Adam diesen Begriff, der auch auf die ursprüngliche Lage des Baus vor der Ringmauer der Stadt hinweist. Allerdings hatte der Zwinger während der Regierungszeit Augusts nicht die Funktion einer Befestigungsanlage. Der Zwinger war vielmehr ein Festplatz des Dresdner Hofes. Dieses Prestigeobjekt wird auch gerne als „kleines Versailles Dresdens“ bezeichnet, weil es nach dem Pariser Vorbild mit Orangerie aus Sandstein der sächsischen Schweiz gebaut wurde. Bei der Jahrhundertflut der Elbe 2002 stand der Zwinger fast mannshoch unter Wasser.
Gleich neben dem Zwinger liegt ein weiteres Gebäude von überragender Architektur, die weltberühmte Semperoper. Hier in diesem traditionellen Haus mit seiner einzigartigen Klangkultur begann der Komponist Richard Wagner (1813-1883) seine Laufbahn, die im Weltruhm einbrachte. Auch der Name des Komponisten Richard Strauß (1864-1949) war eng mit der Semperoper verbunden. Die Sächsische Staatskapelle Dresden ist dort beheimatet. Ihre Wurzeln reichen bis ins Mittelalter zurück. Heinrich Schütz (1585-1672), Carl Maria von Weber (1786-1826) und Dirigent Karl Böhm (1894-1981) waren hier die Kapellmeister.
Am Ende der Augustusbrücke, die lange Zeit die einzige in Dresden war und zur Zeit generalsaniert wird, stießen wir auf die Katholische Hofkirche. Diese Kirche wurde von 1739–1751 im Stil des römischen Spätbarocks erbaut. Dort feiern die Christen seit 250 Jahren die Messe. Die Hofkirche beherbergt die letzte der drei Silbermann-Orgeln. Die beiden anderen in der Frauen- und Sophienkirche wurden 1945 zerstört. Gottfried Silbermann (1683-1753) war einer der namhaftesten Orgelbauer der damaligen Zeit. Der größte Komponist aller Zeiten, Johann Sebastian Bach (1685-1750) bevorzugte diese Orgeln.
Am Alten Landtag vorbei gelangten wir nun zum Fürstenzug, dem größten keramischen Wandbild der Welt, das zwischen 1871 und 1876 entstanden ist. Der Reiterzug mit einer Länge von 102 Metern und Höhe von fast 11 Metern wurde auf 23.000 Meißner Porzellan-Feinstein-Fliesen aufgemalt. Die Ahnengalerie von 1123-1904 der in Sachsen herrschenden Wettiner zeigt 35 Markgrafen, Herzöge, Kurfürsten und Könige im Ornat der Zeit hoch zu Ross mit ihren Beinamen sowie Gefolgsleute, Pferde und Windhunde.
Gleich um die Ecke war die barocke Frauenkirche unser nächstes Ziel. Unser Guide merkte im Stenogrammstil charakteristisch für diese protestantische Kirche an: „zerstört, enttrümmert, sortiert und auf dem Fundament im Original wieder aufgebaut“. Die riesige Kuppel brannte nach dem Bombenangriff der Alliierten im Februar 1945 völlig aus. Die ausgeglühten Pfeiler blieben noch zwei Tage lang stehen, doch dann sank die Kirche in sich zusammen und es blieb nur noch ein großer Trümmerhaufen. Dank großzügiger Spenden aus aller Welt von 100 Millionen Euro konnte die Frauenkirche wieder originalgetreu aufgebaut werden. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 180 Millionen Euro. Am 30.05.2005 wurde die Frauenkirche wieder geweiht und 250.000 Menschen feierten den Wiederaufbau Tage lang.

Die Stadt Dresden hat mit ihr nach mehr als 70 Jahren nach ihrer Zerstörung ihr Wahrzeichen zurück, das auch gleichzeitig ein Mahnmal ist. Nachdem wir auch das Innere der Kirche bestaunt hatten, trafen wir uns vor der Kirche wieder. „Was ihr hier seht, die Hotels rund um die Frauenkirche sind alles Neubauten“, deutete Herr Adam auf die neuen Gebäude auf dem Platz vor der Kirche. „Dieser Teil wurde regelrecht implantiert mit noblen Geschäften und eleganten Lokalen der Gastronomie (auch das Lokal „Dresden 1900“ befindet sich darunter, das wir für Sonntagabend reserviert hatten).
Hiermit war der Rundgang zu Fuß beendet und wir stiegen auf einem nahe gelegenen Busparkplatz an der Elbe gegen 12:12 Uhr in unseren Reisebus. Unser intellektueller Stadtführer bestach bisher durch sein fundiertes Fachwissen gepaart mit einer gehörigen Portion Ironie. Aber die Führung war ja noch nicht zu Ende. Zunächst fuhren wir am mit 103 Metern höchsten Turm der Stadt mit Herkules obendrauf vorbei zur Grünen Lunge Dresdens mit herrlichen Parkanlagen. Wir passierten das DDV-Stadion des Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden mit einer Kapazität von 32.066 Zuschauerplätzen, dann das Hygienemuseum und fuhren dann die Helmut-Schön-Allee entlang, benannt nach dem Dresdner Fußballer und Bundestrainer Helmut Schön (1915-1996). Er holte den EM-Titel 1972 und den WM-Titel 1974. Der Park hier erstreckt sich über zwei Kilometer. An der VW-Manufaktur für E-Automobile vorbei erreichten wir das Villenviertel in Blasewitz.
In diesem wunderschönen Viertel für die Reichen, das im Osten der Stadt liegt, soll auch Alexander Zickler (1974), der Ex-Fußballprofi des FC Bayern München eine Immobilie gekauft haben. Das erfuhren wir von Herrn Adam, der gleich einen markigen Spruch hinterherschickte:
„In Chemnitz wird malocht“ (Arbeiterstadt), in Leipzig wird gekooft (Einkaufsstadt) und in Dresden wird verprasst (hier wird gelebt)“. Nach Verlassen des Villenviertels steuerte unser Busfahrer sein Gefährt über die Loschwitzer Brücke, die wegen der Farbe auch „Blaues Wunder“ genannt wird, auf die andere Elbseite. Dresdens schönste Brücke verbindet Blasewitz mit Loschwitz. Die Stahlkonstruktion von 280 Metern Spannweite und einem Gewicht von sage und schreibe 3000 Tonnen wurde für 2,25 Millionen Goldmark in der „Königin-Marien-Hütte“ bei Zwickau 1893 angefertigt. Sie galt als architektonische Sensation und ist längst zu einem Wahrzeichen Dresdens geworden.
Durch das Winzerdorf Altloschwitz mit Schwebebahn und Standseilbahn setzte unser Reisebus seine Erkundungstour zum „Luisenhof“ fort. Auf der Bautzener Straße vorbei am Schloss Albrechtsberg erreichten wir das preußische Viertel in Neustadt.
Hier zeigte uns Herr Adam eine Villa mit schmutzig grauem Anstrich in der Angelikastraße, die von der Bautzener Straße abzweigt. Der russische Staatspräsident Wladimir Putin (1952) arbeitete in diesem Gebäude damals als Spion von 1985 bis 1990 zusammen mit sechs Offizieren für den russischen Geheimdienst KGB. Seine Zwei-Zimmer-Privatwohnung befand sich nur wenige Straßen weiter in einem Neubau des DDR-Plattentyps „WBS 70“. Der junge eher unauffällige KGB-Hauptmann hatte damals eine Vorliebe für schnelles Autofahren und Musik. Als Oberstleutnant verließ er Dresden im Februar 1990 wieder. Zum seinem Abschied nach St. Petersburg schenkten ihm seine ostdeutschen Freunde eine Waschmaschine.

Das letzte Highlight unserer ausgiebigen Erkundungstour war die Molkerei der Gebrüder Pfund in der Bautzener Straße 79, das im Viertel der Äußeren Neustadt liegt. Wir hatten eine Viertelstunde Zeit, den „schönsten Milchladen der Welt“ zu besichtigen. Diese „märchenhafte“ Molkerei gibt es seit 1891 immer noch im Original. Der Laden ist mit 247,90 Quadratmetern handbemalter Fliesen ausgestattet und kam 1998 sogar in das Guinessbuch der Rekorde. Die Wände und Decken sind mit weidenden Kühen, Schmetterlingen und anderen Tiermotiven sowie Blüten und Bändern wunderbar verziert. Zwar wird hier keine Milch mehr produziert, aber man kann die vielfältigsten Produkte aus Milch und tolle Souvenirs kaufen. Der Milchladen, das soziale Unternehmen der Gebrüder Pfund ist eine großartige Erfolgsgeschichte und ein wahrer Tourismusmagnet.
Inzwischen war es 13:30 Uhr geworden und unser Stadtführer bot eine Ausstiegsmöglichkeit in der Neustadt an, die fast alle unserer Gruppe auch nutzten. Die anderen fuhren mit Herrn Adam direkt zum Hotel zurück, wo ganz offiziell die Führung endete. Der Rest des Tages stand zur freien Verfügung und wurde zum Relaxen und Ausruhen vor dem Laufsonntag genutzt.

Der Sonntag, 22.10. gehörte vor allem den Läufern und Läuferinnen, die am 19. Piepenbrock Marathon teilnahmen. Der Verlauf, das Renngeschehen und das Abschneiden unserer Teilnehmer wurden bereits in einem eigenen Sportbericht gewürdigt und somit nicht nochmals aufgegriffen. Die persönliche Meinung des Chronisten fällt sehr positiv aus: eine rundum gelungene Großveranstaltung, die man unbedingt weiterempfehlen kann. Drei potentielle Läufer des Lauftreffs dürfte das Zuschauen ziemlich geschmerzt haben: Gerd Huber, Peter Zimmermann und Ferdl Braun konnten verletzungsbedingt nicht antreten. Einfach nur schade.
Nachdem sich die Läufer schon wieder etwas erholt hatten, trafen wir uns zu einem gemeinsamen Abendessen in der „Museumsgastronomie Dresden 1900“ gegenüber der Frauenkirche.
„Ei gugge“ (da schau´ her), würde der Sachse sagen oder „ei verbibbsch“ (na so etwas), das Lokal ist ja „bomforzionös“ (pompös, toll). Dieses Wirtshaus ist einmalig und lässt den Charme und das Flair um 1900 zwischen Gründerzeit und Jugendstil wieder aufleben. Wenn man das historische Schankhaus betritt, kommt man an 100 Jahre alten Straßenbahnbänken und Dresdner Erfindungen vorbei, erlebt den „Postplatz um 1900“ und bestaunt die liebevoll restaurierte „Helene“, den ältesten elektrischen Triebwagen Dresden von 1898. Wir durften im „Radeberger Zimmer“ Platz nehmen und probierten die original sächsische Küche aus.
Das Drei-Gänge-Menü bestand aus der Schnippelbohnensuppe mit deftigem Rindfleisch als Vorspeise, Dresdner Braten in herzhafter Zwiebelsauce mit Speckkraut und Kräuterkartoffeln als Hauptgang und original Kalter Hund mit Rum, Eierlikörmousse und fruchtiger Beerengrütze mit Schuss Proschwitzer Edeltropfen als Dessert. Dazu wurde in Straßenbahner-Originalkluft mit Schirmmütze das süffige „Radeberger Pils“ vom Fass kredenzt. In feuchtfröhlicher Stimmung krönten wir so den erfolgreichen Lauf-Tag und freuten uns, dass dieses Essen aus der Kasse des Lauftreffs finanziert wurde. An dieser Stelle sei dafür herzlich gedankt. Im Hotel trafen alle dann um 23:30 Uhr ein.

Der Montag, 23.10. begann trüb und regnerisch, als wir um 9:30 Uhr in unseren Reisebus stiegen. Für unsere Wanderung hätten wir uns gerne besseres Wetter gewünscht, aber wir hatten ja Regenbekleidung dabei. Am Terrassenufer an der Elbe entlang ging es auf der Sächsischen Weinstraße in südöstliche Richtung zum Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz.
Unseren Ausgangpunkt fuhren wir um 10:20 Uhr an. Es war ein zentral gelegener Parkplatz in der Nähe des Kurortes Rathen, der nicht weit entfernt von der Basteibrücke liegt. Bei lauschigen +9 Grad Celsius starteten wir im leichten Nieselregen unsere Wanderrunde. Während der gesamten Wanderung folgten wir einer Markierung mit „blauem Strich“. Zunächst orientierten wir uns nach links, wo es zu den „Schwedenlöchern“ ging. Dieser Name entstand im Dreißigjährigen Krieg. Die Bewohner der umliegenden Dörfer nutzten die Höhlen und Stiege, um sich vor den Schwedischen Truppen zu verstecken. Die Löcher sind natürliche, klammartige Schluchten, die durch Erosion des weicheren Sandsteins gebildet werden. Sie befinden sich zwischen dem Basteifelsen und dem Amselgrund. Bevor unsere Gruppe die Schwedenlöcher reichte, waren 700 Stufen talwärts zu bewältigen. Der Abstecher zur Pavillonsansicht durfte nicht fehlen. Von hier aus bietet sich ein erster beeindruckender Felsblick Richtung Basteibrücke: ein lohnenswertes Fotomotiv. Trittsicherheit und Kondition beim Treppablaufen sind gefragt.
Als wir wenig später im Tal ankamen, bogen wir nach rechts zum Amselgrund ab. Vorbei am Amselsee mit Fischzuchtteichen und einer fünf Meter hohen Talsperre führte unser Weg auch noch an der Kasse der Felsenbühne vorbei zur Ortsmitte in Rathen an der Elbe. In diesem 500-Seelen-Ort legt regelmäßig die Sächsische Dampfschiffahrt mit ihren Raddampfern an. Wegen seiner Nachbarschaft zur Ortschaft Wehlen entstand dieser typisch sächsische Spruch mit Schüttelreim: „Sie können Rathen wählen, ich würde Ihnen auch zu Wehlen raten“. Der könnte auch vom bekannten Komiker Heinz Erhard stammen?
Auf dem gut ausgebauten Weg zur Basteibrücke mit vielen Stufen boten sich den Oberpfälzer Wandervögeln immer wieder herrliche Blicke in das Elbtal. Wir erreichten jetzt die Felsenburg Neurathen am Zugang zur Basteibrücke. Die Schwindelfreien innerhalb unserer Gruppe durchquerten die Überreste dieser mittelalterlichen Wehranlage über Stege und Leitern in schwindelerregender Höhe. Das war wirklich nichts für Menschen mit Höhenangst. Böhmische Ritter hatten im 14. Jahrhundert diese Natursteinfestung angelegt. Zu sehen auf diesem Rundgang sind u. a. in Fels gehauene Räume, eine Zisterne und Steinkugeln für Steinschleudern und Katapulte. Die geringe Eintrittsgebühr lohnte sich allemal. Spektakulär, atemberaubend und unvergesslich waren dann die Ausblicke über das Elbtal aus 200 m Höhe über N.N. auf der Basteibrücke. Wegen der schlechten Sichtverhältnisse konnte man das Lausitzer Bergland und das Osterzgebirge nur schemenhaft erkennen. Die sieben Bögen der 76,50 m langen Basteinrücke überspannen eine 40 m tiefe Schlucht. Wir waren sehr beeindruckt von diesem „Wahrzeichen der Landschaft“.
Um 13:26 Uhr erreichte unsere Gruppe „verlustfrei“ wieder den Busparkplatz. Die Vorgabe der Wanderzeit von 1:37 h netto bei einer Streckenlänge von 4,6 km und einer Höhendifferenz von etwas mehr als 200 m wurde exakt erreicht.

Um 13:32 Uhr fuhr unser Bus weiter zum Schloss Königstein, das wir um 14:30 Uhr erreichten. Es war diesig, neblig und regnerisch und die Sicht war schlecht, als wir nach der Fahrt per Aufzug auf dem Felsplateau ankamen. Doch wir hatten inzwischen Hunger und hier gab es ja eine Gaststätte: „Das Musketier auf der Festung Königstein“ mit deftiger, typisch sächsischer Küche. Diese Festung zieht jährlich fast eine halbe Million Touristen an.
Wir hatten anderthalb Stunden Zeit für die Besichtigung Zeit, aber es regnete und in der Gaststätte war es mollig warm. Bei schönem Wetter kann man auf diesem 360 m hohen Tafelberg einen ganzen Nachmittag verbringen, denn die Anlage ist 9,5 ha groß und wird von einer 2,2 km langen Ringmauer umgeben. 1241 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. Diese Festung mit ihrer wechselhaften Geschichte wurde vielseitig genutzt u. a. als Burg, Kloster, Militärfestung, Gefängnis und sogar Kriegsgefangenenlager. Wegen seiner reizvollen Lage zählte Königstein zu den beliebtesten Ausflugzielen des Hofes. Pünktlich um 16:00 Uhr saßen wir wieder in unserem Bus, denn im „Sächsischen Staatsweingut auf Schloss Wackerbarth“ in Radebeul war um 17:30 Uhr eine Weinführung mit Verkostung vereinbart.
„Willkommen im Reich der Sinne auf Schloss Wackerbarth“, so lockt die Broschüre mit Veranstaltungskalender, denn für Weinliebhaber ist dies eine feine Adresse.
Sabine Andrich erwartete uns schon im Verkaufsraum und begrüßte uns freundlich in diesem Erlebnisweingut mit über 850-jähriger Weinbau-Tradition. „Schon der Hof August des Starken feierte hier rauschende Feste“, stieg die quirlige Frau Andrich in unsere Weinführung ein. „Die Steillage von 50 bis 60% erfordert harte Arbeit“, fuhr sie fort.

„Bis zur Ernte muss man 13 mal um den Rebstock“, ergänzte sie gleich. Aber dieser Aufwand lohnt sich, denn Ertrag und Qualität des 103 ha großen Anbaugebiets stimmen. Im Sommer herrschen hier teils subtropische Temperaturen und die Sonneneinstrahlung erfolgt im rechten Winkel, was die Reife begünstigt. Wir gingen nun nach draußen und an einer Schautafel erzählt Frau Andrich etwas über die Bodenbeschaffenheit: „Die Löss-Schicht und der Lehmboden sind porös und wasserdurchlässig“. „Wir begnügen uns mit 15 Rebsorten“, erklärte sich weiter. In Stichpunkten zählte sie dann den Ablauf bei der Manufaktur wie folgt auf:
- Handlese im Steilhang
- Buttenträger schaffen bis 50 kg Gewicht
- Schonender Umgang
- Entstielung erfolgt maschinell
- Abpressung folgt
- Most wird herausmassiert
- Alkoholische Gärung folgt in Edelstahltanks mit 20.000/30.000 l
- Aus Most wird Wein
- Nach Gärung werden Hefepartikel herausgefiltert
- Aufspaltung Zucker/Alkohol (Kohlendioxid)
- Abfüllung und Lagerung in Holzfässern
- Eichenfässer geben Aroma ab, die sich mit den Weinaromen vermischen.
- Zu diesen Erläuterungen zeigte die Weinführerin immer wieder kurze Videoclips zu besseren Verständnis. In einem separaten Raum war dann die Verköstigung vorbereitet.
- Uns wurden vier Weine kredenzt wie folgt:
- 1. Cuvée ,Mischung aus Riesling und Scheurebe 2015
- 2. Riesling Kabinett 2014 mit 11 Volumen%
- 3. Riesling Kabinett 2015 mit 12 Vol.% als direkter Vergleich
- 4. Grauburgunder 2015 mit 12,5 Vol.%

Zu jedem Wein trug Frau Andrich einen passenden Trinkspruch berühmter deutscher Dichter vor. Nach der Weinprobe bestand die Möglichkeit, Weine oder andere Mitbringsel zu kaufen. Die Eintrittskarte wies dabei einen Rabatt aus.Um 19:21 Uhr waren die Weinprobe und der Einkauf beendet. Zügig fuhr unser Bus wieder ins Hotel, wo wir um 19:42 Uhr ausstiegen.
Die Gestaltung des restlichen Abends war jedem selbst überlassen.

Am Dienstag, 24.10. hieß es Abschied nehmen von dieser wunderschönen Stadt, die wegen des florentinischen Einflusses auch gerne „Elbflorenz“ oder „Florenz des Norden“ genannt wird. Um 10:00 Uhr verließ unser Bus die Hotelanlage und steuerte die Porzellanstadt Meißen für einen Zwischenstopp an.
Dort teilte sich die Gruppe auf: die Minderheit entschied sich für die Besichtigung des Porzellanmuseums mit Schauwerkstatt und die Mehrheit für eine Stadtführung durch unseren erprobten Stadtführer Hermann Stadlbauer. Hermann führte seine Gruppe durch mehrere Kirchen, zum Sitz des Domprobstes und zur neben dem Dom gelegenen Albrechtsburg (auf die Bedeutung wurde in diesem Bericht schon hingewiesen), die nur von außen bestaunt werden konnte. Wie immer glänzte unser Hermann mit fundiertem Hintergrundwissen und verblüffte seine Zuhörer. Von einem terrassenartigen Hof aus hatte die Gruppe dann eine wundervolle Aussicht über die Stadt und die Elbe bis hin zu den an den Elbhängen gelegenen Weinbergen. Im Ort beeindruckten die vielen Hochwassermarken die Oberpfälzer, die anzeigten wie gefährlich nahe die Elbe liegt. Schöne Straßenzüge wechselten sich mit ganzen Häuserreihen verfallener Häuser ab, die das Erbe der DDR offenbarten.
Nach einer Stärkung in einer pittoresken Konditorei wurde die Heimreise im Bus fortgesetzt.
Der einzige Bahnfahrer nutzte zur gleichen Zeit die Gelegenheit vor der Abfahrt das Bahnhofsviertel näher unter die Lupe zu nehmen. Dabei spielt die Prager Straße als Verbindung des Hauptbahnhofs mit dem Altmarkt eine bedeutende Rolle. Hier sieht man einen Mix aus ostdeutscher und zeitgenössischer Architektur, und es befindet sich hier Dresden größte Fußgängerzone. Viele Gebäude erinnern an die Ostmoderne der DDR-Zeit mit einem gewissen Charme. Dieses Viertel war einst Vorzeigeobjekt des Sozialismus. Wir einkaufen will, findet hier wirklich alles, denn die Warenhäuser und Läden aller namhaften Firmen reihen sich aneinander. Darunter mischen sich Hotels, die nach Felsen des Elbsandsteingebirges benannt wurden wie „Lilienstein“, „Königstein“ und „Bastei“.
Der Chronist traf gegen 15:30 Uhr im Würzburger Hauptbahnhof fahrplanmäßig ein. Für die Teublitzer Busreisenden war als Ankunftszeit 17:30 Uhr geplant. Ich hoffe, sie sind gut „daheeme“(zu Hause) angekommen und „keener hot seine Rennsämmln (Laufschuhe) in Dräsdn vergässn“.
Resümee der Reise:
Die Reise in die Landeshauptstadt Dresden im „neuen“ Bundesland Sachsen hat sich auf alle Fälle gelohnt. Die enorme Entwicklung und der Fortschritt nach westlichem Standard nach der Wende beeindrucken ebenso wie die hochinteressante historische Vergangenheit.
Um es auf den Punkt zu bringen: es war einfach wieder „schee“ (schön) oder wie der Sachse meint: „es wor keene verblemberte (vergeudete) Zeit“.
Und der Chronist verabschiedet sich auf sächsisch mit einem:
„Machenses hibsch“ (Auf Wiedersehen).

Charly Münzel

 

 

 
TERMINE /AKTUELLES

Und: Ab sofort wieder Lauftreff am Samstag, 15 Uhr!!

 

 

 

 

 

 

 

 

Oberpfalzmeisterschaften 28. Berglauf Premberg

  

Bild: Oliver Schwarz, Martina Pollmer

Nicht ganz einfach ist die Herausforderung beim  28. Premberger Sparkassenberglauf, der vom  Premberger Anger hinauf zum Münchshofener Gipfelkreuz führt. Für die meisten Teilnehmer aber geht es auf den Trails entlang der Jurahöhen nicht um den Sieg, sie wollen  nur am Gipfelkreuz ankommen und ihren inneren Schweinehund besiegen. Für die gut trainierten Sportler ging es in diesem fordernden Outdoorevent  zudem um die Oberpfalzmeisterschaft.

Mit etwas Baukribbeln und Nervosität warteten die rund 66 Bergläufer/innen auf den Startschuss zum traditionellen Herbstlaufevent in Premberg. Bei lauffreudigen sonnigem 18 Grad  Herbstwetter schickte Sparkassengebietsdirektor  und 3. Bürgermeister Thomas Beer die Bergläufer auf die  6168 m lange Strecke mit rund 260 Höhenmetern vom. Organisator Franz Pretzl  freute sich über die stattliche Teilnehmerzahl  und dankte den rund 30 Helfern und der FFW Premberg, sowie den Sponsoren  für die tatkräftige Unterstützung. 
Einige Überraschungen gab es bei der 28. Auflage des TV Burglengenfeld. Bei den Herren setzte sich nach hartem Kampf der neue Oberpfalzmeister und Berglaufspezialist  Christoph Sturm vom SWC gegen die die Burglengenfelder Andriy Griny und Markus Gleissl durch. Schnellste Frau am Berg war die Pfaffenhoferin Ines Ugele vor der Überraschungszweiten und neuen Oberpfalzmeisterin Julia Hantsch und Helena Pretzl beide TV Burglengenfeld durch. Jugendsieger Sebastian Gleissl bekam schwere Beine und musste den 3. Rang seinem Vater Markus überlassen. Etwas zu ungestüm  stürmte ebenso U 18 Sieger Simon Caspers (TV BUL) den  ersten Anstieg hoch, doch trotz bleiernen Oberschenkeln behauptete er sich letztendlich noch klar gegen Fabian Gimpl vom CIS Amberg und Simon Röhrl (TV BUL). Dass das Alter keine Rolle spielte zeigte der 70 jährige Albert Schön vom ATSV Kallmünz, der nach 39.16 min bereits die schöne Aussicht über das Naabtal genießen konnte. Bei den Mannschaftswertungen war der Gastgeber der dominierende Verein und stellte gewann alle drei  Oberpfalzmeistertitel.

Bericht/Bilder F- Pretzl

AKTUELLES / ERGEBNISSE

Lauftreff: Jeden Samstag 15:00 Uhr, Laufstrecken - Waldwege von 2 bis 12 km. Treffpunkt im Naturpark Höllohe bei den Stockbahnen. Neueinsteiger sind zu beiden Trainingszeiten willkommen.
Fitnessgymnastik: Ab Oktober bis März, jeden Montag von 19 bis 20 Uhr in der Dreifachsporthalle.
Mountainbiken: Ab Mai jeden Dienstag Teilnahme an den Mountainbike-Touren der Radsportabteilung TV Burglengenfeld

Presse:

Lauf für „Motivation, Spirit und Freude“
Mehr als 560 Sportler starteten beim Städtedreieckslauf im Kreis Schwandorf. Ihr Engagement bringt der Tafel 2500 Euro.
Maxhütte-Haidhof.562 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten bei der 9. Auflage des Städtedreieckslaufs in diesem Jahr mit und begeisterten mit ihren Leistungen nicht nur Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank: „Motivation, Spirit, reine Freude“, so charakterisierte das Maxhütter Stadtoberhaupt das sportliche Großereignis, dass wie immer dem Bürgerfestauftakt vorangestellt war. Die Teilnehmer wiederum freuten sich über die hervorragende Organisation des Städtedreickslauf. Ein Lob damit für Organisationsleiterin und Sabine Eichinger und ihr Team.

Eichinger freute sich sehr darüber, dass die Auswertung der Teilnehmerlisten offenbart hatte, dass ein Großteil der Starterinnen und Starter tatsächlich aus dem Städtedreieck kamen. Dies habe gezeigt, dass diese tatsächlich ein Lauf für die Region sein.

Freude gibt es ganz sicher auch bei der Tafel, da regionale Banken pro Teilnehmer 1,50 Euro an die Einrichtung spenden. In Summe 2500 Euro, wie die Bürgermeisterin bei der Siegerehrung mitteilen konnte. Freude bei allen schließlich löste das Wetter aus. Wie Eichinger feststellte, herrschten geradezu perfekte äußere Bedingungen für die Sportler, zu denen eine neue Gruppe hinzugekommen war.
Für die Allerjüngsten im Alter von neun Jahren abwärts war erstmals ein Kinderlauf im Angebot. Die Strecke betrug 500 Meter. Die Beteiligung war hervorragend, 108 Mädchen und Jungen gingen an den Start, so dass Eichinger angekündigte diesen Lauf fest in das Programm aufzunehmen.


Naabtallauf: Läufer trotzten dem Wetter
Das Großereignis des Lauftreff Teublitz zog 350 Sportler an. Andriy Griny stellte einen neuen Streckenrekord auf.
Teublitz. Gewonnen haben beim 29. Naabtallauf des Lauftreffs Teublitz vor allem die karitativen Einrichtungen in der Umgebung, denn diese erhalten den Gesamterlös aus der traditionellen Laufveranstaltung. Sowohl auf der 10 Kilometer Distanz mit Marco Bscheidl (LG Passau) und Andrea Lanzinger (DJK Beucherling), als auch auf der 4,84 Kilometer-Kurzstrecke mit Andriy Griny und Helena Pretzl (beide TV Burglengenfeld) gab es einen Start-Ziel-Sieg. Dass das Wetter mit gut 10 Grad und Regenschauern keine Rolle spielte, zeigten die rund 50 Nachmeldungen am Wettkampftag. Die 317 Finisher zogen unbeirrt ihre Runden und ließen mit Topzeiten aufhorchen, das freute auch das Team um         Lauftreffleiterin Sabine Eichinger. Beeindruckend war die Rekordzahl der Teilnehmer von der Leichtathletikabteilung des TV Burglengenfeld, die 120 Sportler aller Altersklassen meldete und sich sechs der acht Tagessiege erkämpfte. Auch zahlreiche Sportler vom Campus Asyl nahmen teil. Ältester Teilnehmer mit 77
Erneut bot der Lauftreff Teublitz vier Strecken an: 500 Meter Bambini, 1,8 Kilometer Schüler, 4,84 Kilometer Kurzstrecke und die amtlich vermessene 10 Kilometer-Langdistanz. Die rund 50-köpfige Helfercrew sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Die Siegerehrung fand wieder in der warmen Dreifachhalle statt. Dank sagte Lauftreffleiterin Sabine Eichinger allen, die zum guten Gelingen beitrugen, vor allem auch den Feuerwehrmänner aus Teublitz, Saltendorf und Premberg. Laufen macht hungrig und so stürzten sich die Sportler im Anschluss auf das riesige Buffet der Lauftreffdamen. Preise gab es in Hülle und Fülle, ob bei der Verlosung oder für die Sieger, überreicht wurden sie von 1. Bürgermeisterin Maria Steger. Erneut war Wolfgang Biedermann mit 77 Jahren der älteste Teilnehmer. Als Anerkennung erhielt er und auch die mit 70 Jahren älteste Dame Hilke Zakrewski eine gebackene Schnecke als Kräftigung.
Pünktlich um 14 Uhr spurteten nach dem ersten Startschuss die Bambini auf den 500 Meter Kurs im Stadtpark. Philip Dobler düste als Schnellster in 1.54 min. um die Ruine und wieder zurück zum Ziel am Rathaus. Bei den Mädchen war Johanna Damm, ebenfalls TV Burglengenfeld, in 2.03 min. die Tagesbeste. Seinen Vorjahressieg wiederholte Hannes Lell auf den drei Runden (1,8 km) durch den Stadtpark, wo er mit über einer Minute Vorsprung seine Gegner klar distanzierte. Den Burglengenfelder Dreifacherfolg komplettierten seine Michael Fuchs und Jakob Wein. Auch Emma Caspers, Magdalena Helfer und Ronja Hofer sorgten für den nächsten Dreifachsieg. Andriy Griny mit Streckenrekord Auch die 4,84 Kilometer-Kurzdistanz war fest in der Hand des TV Burglengenfeld. 800 m-Spezialist Andriy Griny schlug vom Start weg ein enorm hohes Tempo an und lief unbeirrt alleine voraus. Der Lohn für seinen Wagemut war der Streckenrekord von 16.29 min, den er um 13 Sekunden verbesserte. Den erneuten Dreifacherfolg komplettierten Sascha Klenk und der gelernte Sprinter Christoph Wein. Für eine faustdicke Überraschung sorgte TV-Läuferin Helena Pretzl, die sich bei ihrem ersten Start beim Naabtallauf gleich den Tagessieg erkämpfte. Christina Schmid vom Lauftreff Teublitz war ihr immer dicht auf den Fersen und stürmte 28 Sekunden später in 20.58 min. ins Ziel. Als Gesamtdritte freute sich Monika Lang (Sparkasse) über ihre tolle Platzierung. Als schnellste Jugendliche überquerte Emma Roidl (TV BUL) vor Karin Wunderle (ASV Regenstauf) und Anna Lobinger (TV BUL) das Ziel. Genauso wie auf der Kurzstrecke ließ der Tagessieger auf der 10 Kilometer-Distanz, Marco Bescheidl von der LG Passau, seine Gegner alt aussehen. Ohne Schwächephase drückte er sein hohes Anfangstempo durch und finishte im Alleingang mit tollen 33.08 min. Abdulshe Sultan Hersho (Läufer mit Herz) baute seinen Vorsprung auf den Drittplatzierten Felix Wagner (LG Passau) von Kilometer zu Kilometer aus. Klar ging auch die Vereinswertung an die LG Passau vor dem Team Läufer mit Herz und Campus Asyl. Für den Veranstalter holte sich Helmut Rohrwild den Sieg in der M 60. Spannend war das Frauenrennen: Andrea Lanzinger (DJK Beucherling) und Kirsten Moritz (Tobi’s Mädels) kämpften fast im Gleichschritt um den Tagessieg. Am Ende spurtete Lanzinger mit knapp drei Sekunden Vorsprung als Erste ins Ziel. Christina Blößl (Tobi‘s Mädels) freute sich über den 3. Platz. In der Mannschaftswertung siegten Tobi’s Mädels vor dem SWC Regensburg und dem WSV Nabburg.

Liebe Lauffreunde
Birgit und ich nahmen am Wings for Life Run in München teil.
Der Lauf war super Organisiert und wir waren zufrieden mit unseren geschafften Kilometern. Die Strecke war nicht einfach zu laufen, viele knackige Anstiege und es herrschte fast den ganzen Lauf Gegenwind.
Der Lauf in München war schon vorab mit 10000 Teilnehmern ausgebucht, Weltweit gingen über 155.000 Läufer an den Start.
Der Erlös geht zu hundert Prozent an die Rückenmarksforschung.

Es war ein tolles Event und besonders Erlebnis. So war es auch nicht schlimm, als das Catcher Car nahte und es kein Entkommen mehr gab. Mit dem Bus ging es zurück zum Olympiastadion. Beim Durchgang durch das Marathon Tor ins Stadion merkte man jedem die Freunde und den Stolz über das geleistet.
Das Beste: Jeder Teilnehmer unterstützt die Stiftung


Was du über den Lauf wissen musst
Wings for Life World Run: Der Lauf, bei dem alle Teilnehmer das Ziel erreichen
Der Wings for Life World Run ist ein globaler Charity-Lauf und für wirklich jeden geeignet.
Weltweit, zeitgleich und eine bewegliche Ziellinie
So funktioniert’s: Der Wings for Life World Run findet jährlich an einem Tag an verschiedenen Event Locations auf der ganzen Welt statt. Der Startschuss fällt überall zur exakt gleichen Uhrzeit, um 11:00 UTC – also 13.00 Ortszeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Egal ob es an deiner Event Location Tag oder Nacht ist, die Sonne scheint oder es regnet – du startest gemeinsam mit der ganzen Welt in ein großartiges Erlebnis!
http://www.wingsforlifeworldrun.com/de/de/
Unsere Ergebnisse:

Birgit Greger W40 Strecke 22,38 km Platzierung National 228 Global 1800
Markus Rajzer M 45 Strecke 36,37 km Platzierung National 183 Global 1500


Markus Rajzer und Birgit Greger überzeugten beim Lebkuchenlauf in Kitzingen

Bei der 18. Auflage des Lebkuchenlaufes, organisiert vom Laufteam der TG Kitzingen, erreichten erstmals über 700 Läufer/innen das Ziel, ein neuer Rekord.

Georg Will, der Kitzinger Konditormeister und Lebküchner hatte 1999 die Idee für diesen sogenannten Lebkuchenlauf. Jeder der die 10 km unter 70:00 min. läuft, erhält im Ziel ein Päckchen mit leckeren von ihm handgefertigten Lebkuchen aus seiner eigenen Lebküchnerei Der Lauf findet immer Mitte November im Tännigwald am Rande von Kitzingen statt. Beim Hauptlauf über 10 km müssen vier Originalrunden auf dem Trimm-Dich-Pfad absolviert werden.

Charly Münzel, seit 1986 Vereinsmitglied bei der TG Kitzingen, verbindet mit Georg Will, der selbst ein leidenschaftlicher Marathonläufer ist, seitdem eine enge Freundschaft.
Auf Anregung von Charly nahmen Markus Rajzer und Birgit Greger jetzt an diesem Lauf erfolgreich teil.
Die überwiegend flache, auf Waldboden verlaufende Strecke war gut präpariert, die Wurzeln und Steine weiß gekennzeichnet, so dass auch auf der genau vermessenen Strecke schnelle Zeiten möglich waren.
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, dem bisher kältesten Lebkuchenlauf, startete um 10:15 Uhr ein Klassefeld von 431 Läufern.
Markus Rajzer kämpfte sich nach dem Frankfurt-Marathon trotz leichter muskulärer Probleme bravourös durch und wurde Dritter in seiner stark besetzten Altersklasse M40/45 (Zehnerwertung). Mit seiner Zeit von 38:26 min. zeigte er sich sehr zufrieden und landete damit auf Platz 25 im Gesamtklassement.
Auch Birgit Greger kam mit den Bedingungen prima zurecht und erreichte in der guten Zeit von 49:16 min. als 7. in ihrer Altersklasse W40/45 das Ziel.
Charly Münzel lief vor dem Hauptlauf die 5 km-Strecke, die er in 26:12 min


Hochdruckgebiet über dem Baltikum macht Teublitzer Läufern beim 16. Tallinn-Marathon schwer zu schaffen
Markus Rajzer und Martina Pollmer schnellste Deutsche
TEUBLITZ Angenehme Lauftemperaturen Mitte September waren ein Auswahlkriterium, dass heuer der Lauftreff eine Flugreise in den nördlichen Teil Europas wählte. Da bot sich der Tallinn-Marathon, die größte Laufveranstaltung des Baltikums, als Saisonhighlight als idealer Termin an. Doch alles kam ganz anders und unerwartet: ein für diese Jahreszeit außergewöhnliches, europaweites Hoch erreichte auch diese Nordregion und brachte die Teublitzer Runners gehörig ins Schwitzen und ihre angepeilten Zeiten gingen am Finnischen Meerbusen in der starken Sonne Estlands reihenweise unter.
Diese Großveranstaltung erlebt seit der Premiere 2000 mit nur 1869 Teilnehmern nach 16 Jahren mit über 20.000 Teilnehmern regelrecht eine Teilnehmerexplosion. Angeboten werden die 5 km und 10 km Distanz, sowie die Halbmarathon- und Marathonstrecke, verteilt am Laufwochenende auf drei Tage von Freitag bis Sonntag. Es scheint in der aufstrebenden 420.000 Einwohner-Metropole Tallinn, die früher „Reval“ hieß, alles auf den Laufbeinen zu sein. Ein Drittel der Gesamtbevölkerung Estlands lebt hier. Die Begeisterung in der Bevölkerung bei der Organisation dieses Events ist deutlich spürbar.
Bereits am Samstag, einen Tag nach der Anreise, mussten acht Teublitzer beim 10 km Lauf ran. Die flache, schnelle Strecke führt überwiegend durch den Stadtkern der Hauptstadt. Der Startzeitpunkt 10:00 Uhr war allerdings schon zu spät, wie die Teublitzer im Ziel einhellig bestätigten. Es war einfach zu warm.
Als schnellster Teublitzer erreichte einmal mehr Ferdl Braun in 47:45 min. das Ziel. Der alte Laufroutinier Hans Nuber hielt in 50:39 min. Ferdls Ehefrau Kathrin knapp in Schach, die in 51:13 min. das Ziel passierte. Dahinter folgte der mit 62 Jahren älteste Teublitzer Läufer Charly Münzel in 56:29 min. noch vor der viel jüngeren Caroline Renner, die in 57:51 min. allerdings nicht viel Rückstand hatte. Das Frauen-Trio Ulrike Renner (1:03:52 Std.), Corinna Hoch (1:04:57 Std.) und Nicole Kauper (1:04:58) kämpfte sich bravourös durch, denn alle drei starteten erstmals bei einem Rennen während einer Laufreise für den Lauftreff.
Am darauffolgenden Sonntag traten sechs Halbmarathonis und zwei Marathonläufer des Lauftreffs an.
Der Halbmarathonkurs, der vom Zentrum hinaus in den nordöstlichen Teil der Stadt überwiegend an der Küste entlang und nach einem Wendepunkt wieder zurückführte, war windanfällig und nicht immer flach. Die Marathonis mussten zwei Runden drehen.
War der Start der Marathonläufer um 9:00 Uhr wenigstens die ersten zwei Stunden von der Temperatur her noch erträglich, so mussten die Halbmarathonis um 12:00 Uhr bei voller Sonneneinstrahlung von Anfang an gegen die Hitze ankämpfen.
Durchwegs alle Teublitzer kamen mit dieser Hitze von bis zu + 25 Grad Celsius im Schatten nicht zurecht und blieben hinter ihren Zeitzielen zurück.
Für Markus Rajzer war der Tallinn-Marathon ohnehin nur ein Testlauf als Vorbereitung auf den Frankfurt-Marathon im Oktober. Dass er in 2:53:33 Std. als Gesamt-30. bester Deutscher wurde, überraschte ihn selbst, denn er lag somit nur fünf Minuten über seiner Bestzeit. Bei Oliver Schwarz lief es bis km 30 rund und in Richtung neue Bestzeit. Allerdings brach er danach wegen der Wärme stark ein und rettete sich in 3:40:26 Std. gerade noch so ins Ziel.
Gespannt waren die Teublitzer Fans an der Halbmarathonstrecke auf den Dreikampf der geballten Frauenpower mit Pollmer, Eichinger und Greger, die mit ähnlichen Saisonvorleistungen ins Rennen gingen. Die Seniorin Martina Pollmer zeigte dabei ihrer wesentlich jüngeren Konkurrenz die Grenzen auf und glänzte im Ziel in 1:42:12 Std. mit dem 2. Platz in der W55. Auch sie war als Gesamt-39. die schnellste Deutsche und holte den einzigen Podiumsplatz. Hinter ihr kämpfte sich Sabine Eichinger in 1:45:14 ins Ziel in einem passablen Rennen. Die nicht so hitzefeste Birgit Greger blieb in 1:53:57 hinter ihren Erwartungen zurück und war sichtlich enttäuscht. Willi Köppl hatte sich spontan nachgemeldet und trotz seines geringen Trainingsaufwands auf diese Distanz gewagt. Seine Zeit von 1:58:36 war durchaus respektabel. Die Lauftreff-Debütantin Rita Stiller lief ein gleichmäßiges und kontrolliertes Rennen und war im Ziel mit ihren 2:01:07 durchaus zufrieden. Zwei Tage nach seinem 60. Geburtstag konnte Klaus Kleiner sein wirkliches Leistungsvermögen nicht abrufen und blieb mit 2:16:07 weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.
Die einhellige Meinung aller 16 Finisher aus Teublitz war, dass bei kühleren Temperaturen schnellere Zeiten möglich gewesen wären.
Dafür aber waren gerade diese Wetterbedingungen für die weitere Rundreise per Bus geradezu ideal. So wurden die Läufer wenigstens auf diese Weise entschädigt.
Von Tallinn ging es über Tartu und Pärnu in Estland weiter über
Viljandi und Sigulda nach Riga in Lettland. Dabei lernten die Oberpfälzer Touristen Land und Leute, Kultur und Geschichte, Städte und Dörfer, Schlösser und Burgen, Nationalparks und Ostseestrände, Wälder und Seen kennen.
Seit dem Beitritt der baltischen Republiken zur EU boomt die Tourismusbranche und überall spürt man Aufbruchstimmung, Kreativität und Fortschritt. Nach der Befreiung aus der sowjetischen Umklammerung ist das Leben in dieser wunderschönen Region viel leichter, unbeschwerter und lebenswerter geworden.

Charly Münzel

Kaiserwetter macht Läufern zu schaffen

Korbinian Schönberger und Marcela Loza Hilares sind die neuen Bergkönige. TV Burglengenfeld gewinnt Teamwertung in Premberg.

Premberg. Angesichts des sommerlichen Wetters – bei gut 25 Grad – wurden die Ausdauersportler beim 27. Premberger Sparkassenberglauf hart gefordert. Streckenrekordhalter Korbinian Schönberger vom SWC Regensburg setzte sich klar gegen Lokalmatador Thomas Kerner und Wolfgang Theisinger durch. Auch bei den Frauen ließ Streckenrekordhalterin Marcela Loza Hilares vom ATSV Kallmünz ihre Vereinskollegin Regina Pumberger vom ATSV Kallmünz und Brigitte Ehrenstraßer vom LT Schwandorf klar hinter sich. Für die meisten Teilnehmer aber ging es nur um das Ankommen auf dem Münchshofener Berg. Sie freuten sich beim Bilderbuchwetter über den Sieg über sich selbst.

Bei strahlendem Sonnenschein schickte der Teublitzer Sparkassenleiter Sebastian Steinbauer die Trailläufer auf die 6168 Meter lange Strecke mit rund 260 Höhenmetern vom Premberger Anger zum Münchshofener Gipfelkreuz. Organisator Franz Pretzl von der Leichtathletikabteilung des TV Burglengenfeld freute sich über die stattliche Teilnehmerzahl und dankte in angenehmer Herbstsonne den rund 30 Helfern und der FFW Premberg sowie den Sponsoren für die tatkräftige Unterstützung bei der Siegerehrung. Freuen durften sich nur die Platzierten über Medaillen und Pokale, sondern auch viele Starter über die Sachpreise bei der Verlosung.

Mit etwas Bauchkribbeln vor der großen Herausforderung warteten die rund 70 Bergläufer/innen auf den Startschuss zum mittlerweile schon traditionellen Herbstlaufevent in Premberg. Da der Berglauf zugleich die Oberpfalzmeisterschaft in dieser Disziplin war, stand eine hochkarätige Konkurrenz an der Startlinie. Nach der flachen Auftaktrunde am Anger liefen die Ausdauersportler, angeführt vom Duo Thomas Kerner und Christian Schönberger, wie am Schnürchen gezogen durch das Dorf nach einem Kilometer dem Anstieg entgegen. Beim Pfadeinstieg zum Premberger Gipfelkreuz übernahm Schönberger die Führung und hatte gleich am Kreuz eine große Lücke herausgelaufen. Ohne noch gefordert zu werden, lief er allein auf weiter Front in der Topzeit von 23.38 min als neuer Bergkönig ins Ziel. Knapp zwei Minuten dahinter musste sich Thomas Kerner, der seit zwei Monaten an einer Verletzung laboriert, noch sputen, um den von hinten aufkommenden Wolfgang Theisinger in Schach zu halten. Ausgepumpt stürmte er zwölf Sekunden vor ihm als Zweiter ins Ziel.

Für eine Überraschung sorgte Jugendsieger Simon Caspers vom TV Burglengenfeld, der bei seinem ersten Start gleich den Oberpfalztitel vor seinem Vereinskollegen Sebastian Gleissl holte. Viel Applaus erhielt Wolfang Bierdermann vom SC Schwandorf beim Zieleinlauf, der mit seinen 76 Jahren wacker die Strecke meisterte. Einen Start-Ziel-Sieg gab es bei der Frauenkonkurrenz. Die Streckenrekordhalterin und bereits 51 Lenze zählende Marcela Loza Hilares vom ATSV Kallmünz düste als einzige unter der 30-Minuten-Marke auf den Münchshofener Berg in 29.49 Minuten. Gut drei Minuten dahinter folgte Vereinskollegin Regina Pumberger, die sich knapp mit 13 Sekunden vor Brigitte Ehrenstraßer vom Lauftreff Schwandorf und 41 Sekunden vor Christina Schmid vom LT Teublitz durchsetzen konnte. Als Zweite der Frauenklasse hielt Helena Pretzl die Fahne des Veranstalters hoch. Die harte Prüfung bestand auch die 66-jährige Lisa Huber vom Lauftreff Teublitz, die es sich nicht nehmen lässt, jedes Jahr die Herausforderung anzunehmen.

Knappe Entscheidung. Knapp war die Entscheidung in der Mannschaftswertung bei den Herren. Bei der Addition der Zeiten durfte sich der TV Burglengenfeld über die Oberpfalzmeisterschaft freuen, denn er hatte 54 Sekunden Vorsprung vor dem SWC Regensburg mit dem Tagessieger Schönberger. Die Bronzemedaille ging an den TSV Detag Wernberg mit schon sieben Minuten Abstand.

Bei den Frauen war es eine klare Angelegenheit des ATSV Kallmünz, die neun Minuten Vorsprung vor dem LT Teublitz und 17 Minuten vor dem TV Burglengenfeld hatte. Bei der Jugend hatte der TV Burglengenfeld die Nase vorn.

Bericht MZ bpf


Erfolgreich das Bayerische Meer durchquert
Doris Leichtenberger bewies beim internationalen Chiemsee Langstrecken Schwimmen, dass der Teublitzer Lauftreff nicht nur zu Land, sondern auch zu Wasser schnell unterwegs ist. Mit einer Schwimmzeit von 1Std. 20min über die 4,5km lange Strecke sicherte sie sich den 2. Platz in der Mastersklasse 3 der Damen und den 62. Platz unter den 119 Startern. „Es hat ganz viel Spaß gemacht und war das viele Training auf jeden Fall wert“ meinte Doris Leichtenberger nach dem Wettkampf. Nachdem sie das ursprünglich geplante, etwas kürzere Starnberger See Schwimmen krankheitsbedingt absagen musste, hatte sie ihr wöchentliches Training kurzerhand nochmals etwas intensiviert für diese Langstrecke. Nach der Bootsüberfahrt zur Fraueninsel starteten die Schwimmer von dort und durchquerten den Chiemsee Richtung Übersee, wo sich das Ziel am dortigen Strandbad befand.

455 Finisher beim Städtedreieckslauf

Hannes Lell, Sebastian Gleißl und Ralf Preissl waren die Tagesschnellsten bei den Läufern, Wolfgang Scholz bester Walker.

Teublitz. Beim größten Breitensportereignis im Städtedreieck, dem 8. Städtedreieckslauf im Rahmen des Teublitzer Bürgerfestes, durfte sich jeder als Sieger fühlen, der das Ziel erreicht hatte. Die meisten Teilnehmer stellte dabei der TV Burglengenfeld mit seinen 55 Finishern, vor der JFG 3 Schlösser-ECK 07 mit 36 Startern und dem TuS Teublitz mit 28 Startern. Natürlich gab es auch Sieger und Siegerinnen auf den vier verschiedenen Strecken – und die einheimischen Sportler mischten dabei auch kräftig mit.

Mächtig ins Zeug legten sich bei der Großveranstaltung die Schüler im Zwei-Kilometer-Lauf, der um 14.30 Uhr vom Teublitzer Stadtpark als Pendelstrecke zum Saltendorfer Kreisel führte. Bei den Buben zeigten die Zwillinge Hannes und Jonas Lell (TV Burglengenfeld) von Anfang, wer Chef im Ring ist, und sie stürmten als Erste ins Ziel. Max Zimmermann vom LT Neunburg hatte als Dritter schon fast eine Minute Rückstand. Bei den Mädchen finishte Jana Ackermann (ohne Verein) ganz knapp mit zwei Sekunden Vorsprung vor Emma Caspers TV Burglengenfeld und Melanie Dörflers (ohne Verein).

Max Zimmermann vom LT Neunburg hatte als Dritter schon fast eine Minute Rückstand. Bei den Mädchen finishte Jana Ackermann (ohne Verein) ganz knapp mit zwei Sekunden Vorsprung vor Emma Caspers TV Burglengenfeld und Melanie Dörflers (ohne Verein).

Hart umkämpft war dann der Sieg auf der Sechs-Kilometer-Distanz vom Burglengenfelder Rathaus entlang der Naab zum Teublitzer Stadtpark. Eine Fünfergruppe wechselte sich in der Führungsarbeit ab und setzte sich vom Feld ab. Die Entscheidung brachte ein krimireifer Schlussspurt auf den letzten fünf Metern. Der Jugendliche Sebastian Gleißl vom TV Burglengenfeld überspurtete im letzten Moment Max Bogner vom CIS Amberg und gewann das Rennen. Als Dritter stürmte Felix Wagner vom LLC Regensburg ins Ziel.

Bei den Frauen setzte sich das Duo Ines Ugele vom MTV Pfaffenhofen und Martina Pollmer vom LT Teublitz gleich ab und lief fünf Minuten Vorsprung heraus. Am Ende hatte Ugele die Nase vorn vor der siebenmaligen Gewinnerin Pollmer, die sich diesmal mit Rang 2 begnügen musste. Simone Hecht vom TV Burglengenfeld stürmte als Dritte mit 29.18 Min. ins Ziel.

Stattliche 147 Sportler finishten auf der langen Zehn-Kilometer-Distanz vom Rathaus in Maxhütte-Haidhof Richtung Roding ins Fuhrtal, durch die Altstadt Burglengenfeld, dann entlang der Naab zum Stadtpark. Bis Burglengenfeld führten Ralf Preissl von der Laufstilanalyse und Mike Weger vom TV Burglengenfeld das Feld an, ehe sich Preissl etwas absetzen konnte und mit 27 Sekunden Vorsprung gewann. Erst der Schlussspurt entschied um Rang 2. Robert Frielinghaus von den ESG Runners lief auf Weber auf, beide stürmten gleichzeitig in den Stadtpark, wo sich Weber knapp mit einer Sekunde Vorsprung durchsetzte.

Bei den Damen dominierten Silvia Weishäupl (Laufstilanalyse) und Verena Ilg vom Finsinger Lauftreff und liefen vier Minuten Vorsprung heraus. Am Ende setzte sich dann Silvia Weishäupl mit elf Sekunden Vorsprung durch. Britta Wenske vervollständigte schließlich das Siegertrio auf Rang 3.

Flott unterwegs auch die Nordic-Walker auf der 6-Kilometer-Distanz. Einen Doppelsieg ergingen vom Power Nordic Walking Regensburg Wolfgang Scholz, der mit 35.36 rund vier Minuten schneller war als Siegfried Jakob, gefolgt von Thomas Kirschner von den Sportfreunden Sichler. Zeitgleich in 42.44 Minuten gingen die Siegerin Tamara Ehmann vom FC Maxhütte und die Zweitplatzierte Anette Kirschner von den Sportfreunden Sichler ins Ziel. Inge Hess vom Jägerblut Rappenbügl hatte als Dritte bereits 2 Minuten Rückstand.

Bericht Fotos MZ (bpf) 


Der Lauftreff spendet 5000 Euro
Je 2500 Euro aus den Einnahmen beim 28. Naabtallauf gehen an den VKKK Ostbayern und ein Kinderheim in Kallmünz.
TEUBLITZ.

Beim diesjährigen 28. Naabtallauf blieb dank der zahlreichen Teilnehmer und der Helfer des Lauftreffs die stolze Rekordsumme von 5000 Euro übrig. Im Rahmen des wöchentlichen Lauftreffs am Freitagabend übergab Lauftreffleiterin Sabine Eichinger zwei Schecks zu je 2500 Euro an die Kinder-und Altenheimstiftung in Kallmünz und an den Verein zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder Ostbayern e.V. in Regensburg.
Eichinger freute sich zusammen mit den vielen anwesenden Sportlern und Helfern, dass wieder so eine stolze Summe für wohltätige Zwecke übrig blieb. Seit dem 5. Naabtallauf spendet der Lauftreff jedes Jahr den gesamten Erlös aus der Laufveranstaltung für gemeinnützige Zwecke, so ist bisher die stolze Summe von 84 350 Euro zusammen gekommen. Als Ziel hat sich der Lauftreff gesetzt, bis zum 30. Naabtallauf 100 000 Euro zu spenden, und dies dürfte nicht ganz unrealistisch sein.
Sie dankte bei der Spendenübergabe den zahlreichen Sportlern für die Teilnahme, den Sponsoren für deren Unterstützung, den Helfern in den eigenen Reihen sowie den Feuerwehren für die tatkräftige Mithilfe. Sie alle hätten dazu beigetragen, dass die stolze Summe gespendet werden könne.
Für den VKKK Ostbayern nahm Vorstandsmitglied Günther Lindner den Scheck über 2500 Euro entgegen. Der VKKK fördert aktiv Projekte und Initiativen auf der onkologischen Station der Kinder-Uni-Klinik Regensburg und stellt Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige im VKKK Elternhaus. Lindner teilte mit, dass die Spende für den Familienausflug verwendet wird. Im Juli fährt der VKKK Ostbayern mit betreuten Familien, deren Kinder auf dem Weg der Besserung sind, nach Berchtesgaden.
Heimleiter Willibald Maier nahm den Scheck für die Kinder-und Altenheimstiftung in Kallmünz entgegen, die ein heilpädagogisches Kinderheim mit derzeit sechs Gruppen unterhält. In Kallmünz bietet sie Kindern und Jugendlichen aus schwierigen familiären Verhältnissen, deren Entwicklung stark gefährdet ist, etwa durch Vernachlässigung, Misshandlungen oder Missbrauch, einen Platz. Derzeit werden dort etwa 60 Kinder und Jugendliche sowie minderjährige Flüchtlinge betreut. Die Spende wird für den Sport- und Bewegungsraum verwendet, wo Yoga, Krafttraining, Gymnastik oder Zumba angeboten werden soll. Dazu sind schon Matten und Geräte angeschafft worden. (bpf)


Sommerbiathlon der Schützengesellschaft „Eichenlaub“ mit 75 Teilnehmern das Sportereignis in Saltendorf
Andriy Griny erkämpfte sich den Sieg

Teublitz. Insgesamt 67 Läufer/Innen und acht Walker gingen zweimal auf den Rundkurs von 3200 Meter rund um den Saltendorfer Weiher und ließen dabei auch ihr Schießkönnen bei zehn Schuss „aufblitzen“.

Sieben Spitzenathleten des Oberpfälzer Schützenbundes boten beim 9. Sparkassenmaster gute läuferische und schießtechnische Qualitäten.

Mit 23:41 Minuten holte sich erstmals den Sieg im „Masterrennen“ Andriy Griny von den Eichenlaub-Schützen Saltendorf. Das gesamte Sportprogramm wurde hervorragend organisiert vom Biathlon-Organisator Markus Gleißl.

Den Startschuss zum „Sparkassenmaster“ gab Schirmherrin und Bürgermeisterin Maria Steger, die die vier Biathleten und drei Biathletinnen auf die Strecke schickte. Vier Runden von je 1.6 km mussten absolviert und dreimal stehend an den Saltendorfer Ständen geschossen werden; für jeden Fehlschuss wurde eine Strafrunde von 70 Metern „aufgebrummt“. Schon ab der ersten Runde lag Andriy Griny immer leicht in Front gegenüber dem jungen Sebastian Gleißl. Beim letzten Schießen schossen beide drei Fehler und der Vorsprung reichte dann Griny für den Sieg mit über einer Minute Vorsprung. Die 6400 Meter plus die drei Zusatzrunden bewältigte der Sieger in 23 Minuten und 41 Sekunden, gefolgt von Sebastian Gleißl ebenfalls mit drei Zusatzrunden in 24:44 Minuten.

Am Sommerbiathlon beteiligten sich 67 Läufer/Innen (Vorjahr 76) und acht Walker (Vorjahr 18). Die beste Zeit von 16:30 (drei Schießfehler) Minuten lief Simon Röhrl aus Saltendorf und das beste Schießergebnis hatte Günter Hirsch mit zehn Treffern, der eine reine Laufzeit von 17:27 Minuten vorweisen konnte.

Der Lauf- und Walkingkurs führte mit je 1,6 Kilometern zweimal um den Saltendorfer Badeweiher. Am Schießstand im Schützenheim wurden zweimal fünf Schuss stehend auf die Biathlonscheiben abgegeben. Pro Fehlschuss wurde eine Minute auf die Laufzeit dazu gezählt. In entsprechenden Klasseneinteilungen von den Schülern-Lichtgewehr bis zur Altersklasse über 60 Jahre wurde gewertet.

Bei der Siegerehrung dankte Schützenmeister Robert Senft insbesondere dem Organisator Markus Gleißl mit seinem Helferteam und lobte die sportlichen Leistungen aller Aktiven. An die Bestplatzierten überreichte er zusammen mit Bürgermeisterin Maria Steger, OSB-Präsident Franz Brunner und Schießwart Rudi Liebl die Sachpreise.