Gymnastik

Letze Aktualisierung
05.02. 2020
© Lauftreff Teublitz 1987
 

 

 

 

 

 

 

Lauftreff Teublitz spendete bisher 34 000 Euro

Den Erlös aus dem 16. Naabtallauf an die Noma Kinderhilfe übergeben.

Teublitz ( bpf) Im Rahmen des wöchentlichen Lauftreffs übergab Lauftreffleiter Bernhard Merl einen Scheck in Höhe von 3400 Euro an die Noma Hilfe Regensburg.
Dr. Anton Gorbunov, der sich seit 1996 ehrenamtlich gegen die heimtückische Krankheit einsetzt, nahm den Scheck entgegen.

Bereits zum 12-mal spendet der Lauftreff Teublitz den gesamten Erlös der Laufveranstaltung an eine gemeinnützige Organisation. Einen Dank sagte Merl den über 300 Sportlern sowie den rund 60 Helfern, die sich für diese gute Sache selbstlos zur Verfügung stellen. Die stolze Summe von 3400 Euro kommt nicht allein vom Startgeld der Athleten und dem Kuchenverkauf, sondern zum großen Teil von den zahlreichen Firmen und Geschäften, die alle Jahre bei dieser Sportveranstaltung als Sponsor mitwirken, so Merl. Von den 16 abgehaltenen Naabtal - Läufen spendete der Lauftreff bereits zum 12-mal an eine gemeinnützige Organisation. An die Noma Kinderhilfe ist dies bereits die vierte Spende mit insgesamt 8400 Euro.
Einen herzlichen Dank sagte Anton Gorbunov für die erneute großzügige Spende.
Dr. Gorbunov, selbst Läufer und mehrfacher deutscher Marathonmeister aus Kelheim ist seinem Ziel, nämlich 250 000 € zu sammeln sichtlich näher gerückt. Bisher habe er 240 000 € bei Aktionen der Noma Hilfe vermittelt.Dieses Geld geht ohne Verwaltungsgebühren direkt an die Bedürftigen, da alle ehrenamtlich diese Aktion leiten. Bisher wurden davon 800 Kinder operiert. Ebenso wird mit diesem Geld Vorsorge und Aufklärung betrieben. In den betroffenen Gebieten werden die vom Zellfraß betroffenen Kinder, oft noch von den Mitbewohnern aus der Gemeinschaft ausgegliedert.
Bei frühzeitiger Medikamenteinnahme ist diese Krankheit zu stoppen.

WAS IST NOMA?
Noma ist eine bakterielle Erkrankung, die fast ausschließlich unterernährte Kinder in Entwicklungsländern betrifft. Noma beginnt meist an der Wangenschleimhaut mit der Bildung von Geschwüren und zerstört das
betroffene Gewebe. Von dort befällt Noma auch tiefere Gewebsschichten wie Muskulatur und Knochen und breitet sich über das gesamte Gesicht aus. Dies kann zu einer Beeinträchtigung aller körperlichen Funktionen, wie Essen, Sprechen, Riechen, Sehen und Hören führen. Die erfolgreichste Bekämpfung der Krankheit wäre eine Verbesserung der Lebensverhältnisse in Entwicklungsländern, da sich Noma bei Nahrungsmangel und schlechter Hygiene ausbreitet. Im Frühstadium kann Noma mit Antibiotika behandelt werden. Bei fortgeschrittener Krankheit sind Operationen notwendig, um Entstellungen und andere Folgen wie Kiefersperren zu korrigieren. Dies ist in Entwicklungsländern wie Niger jedoch meist nicht möglich, da die Mittel dazu fehlen.
Die Bezeichnung Noma leitet sich von dem griechischen Wort "nome" ab, das wörtlich übersetzt „Weide“ bedeutet, hier aber sinngemäß als „um sich fressendes Geschwür“ übertragen werden kann. In Deutschland wurde vielfach die Bezeichnung Wangenbrand verwendet. Auch in Europa erkrankten Menschen an Noma vor der Entdeckung von Antibiotika. In den Konzentrationslagern der Nazis konnte sich die Krankheit ebenfalls ausbreiten. Viele Lagerüberlebende, die Noma hatten, trauen sich jedoch bis heute nicht über die Krankheit zu reden. Ein Mann, der als dreijähriges Kind Noma hatte, setzte sich jedoch mit der Hilfsaktion in Verbindung. Bei ihm blieben keine äußerlichen Schäden, da man ihm die befallene Mundschleimhaut abätzte. Heute sind in den von Noma betroffenen Ländern die meisten Nomapatienten unter 6 Jahre alt. Erwachsene erkranken nur in ganz seltenen Fällen, so zum Beispiel schwangere Frauen, deren Immunsystem während der Schwangerschaft geschwächt ist. Da Noma durch Kinderkrankheiten, wie Mumps und Masern, verursacht wird, sind hauptsächlich Kleinkinder gefährdet. Ab dem sechsten Lebensjahr bilden sich dann die eigenen Abwehrkräfte, die Noma bei gesunden Menschen verhindern.

Die "hilfsaktion noma e.V." Regensburg wurde 1994 durch die Initiative von Frau
Ute Winkler-Stumpf gegründet. Um wirksam und überschaubar helfen zu können, beschränkt sich die Arbeit des Vereins derzeit auf Niger, das als ärmstes Land der Welt gilt. Ein Bericht in der Sendung "Stern TV" hatte Frau Winkler-Stumpf auf die Krankheit aufmerksam gemacht. Die Lehrerin entschloss sich spontan zu helfen.
Zunächst wollte sie nur Geld sammeln, um einem Kind zu helfen. Nachdem aber zwei Kinder aus Niger in Regensburg operiert worden waren, konnte Frau Winkler-Stumpf bei der Rückführung der Kinder das Ausmaß der Not in Niger mit eigenen Augen sehen. Nach ihrer Rückkehr beschloss sie mit einigen engagierten Mitbürgern die "hilfsaktion noma e.V." zu gründen, um mehr bewegen zu können.

Quelle: www.nomahilfe.de